Sportplatzsituation

Das größte Problem unseres Kinder- und Jugendfußballvereins ist der Mangel an Sportplätzen und Hallenkapazitäten in der Stadt Potsdam. Anfangs trafen sich die Concordia-Kinder zum wöchentlichen Training auf dem Bolzplatz in der Donarstraße, später konnten wir den sonst als Parkplatz genutzten Hartplatz im Karl-Liebknecht-Stadion nutzen. Seit dem Beginn der Bauarbeiten im Karli trainierten unsere Teams verstreut über das halbe Stadtgebiet in der Babelsberger Steinstraße, auf dem maroden Sportplatz in der Kurfürstenstraße und in den Hallen der Waldorf-, Goethe- und Bruno-H.-Bürgel-Schule. Diese Situation erschwert die sozialen Kontakte zwischen den einzelnen Trainingsgruppen und auch die Organisation des Vereinslebens.

Inzwischen nutzt Concordia einzelne Trainingszeiten auf dem städtischen Sportplatz Sandscholle. Langfristig benötigt unser schnell wachsender Verein allerdings wesentlich mehr Trainingszeiten als zurzeit verfügbar sind. Deshalb wünschen wir uns langfristig eine eigene Heimstätte. Aus unserer Sicht sind die Flächen zwischen Nutheschnellstraße und Park Babelsberg optimal dafür geeignet. Der Platz ist für Kinder aus Babelsberg und Zentrum Ost einfach und sicher erreichbar. Am Rande des Parks drohen weder Lärmbeschwerden noch Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Seit 2008 hat Concordia immer wieder für neue Sportflächen an diesem Ort geworben. Großer Beliebtheit erfreuen sich die jährlichen Frühlings- und Herbstfeste. Der von Concordia angelegte erste provisorische Bolzplatz wurde nicht nur durch unseren Verein genutzt, sondern auch durch Schulen, Hortgruppen und fußballbegeisterte Kinder vor allem aus Babelsberg und Zentrum Ost. Auch die Stadtverwaltung hat einen Mangel von 6 bis 7 Fußball-Großfeldplätzen festgestellt. Am dringendsten werden Plätze in Babelsberg und im Potsdamer Norden benötigt. Wann mit dem Bau der Sportanlagen begonnen werden kann, hängt im wesentlichen von der Bereitstellung städtischer Haushaltsmittel ab.   Unser Vorschlag, schon 2011 den ersten Großfeld-Rasenplatz am Babelsberger Park zu bauen, belegte im Bürgerhaushalt 2011 mit großem Abstand den ersten Platz unter den Bürgerwünschen.

Obwohl fast alle Fachausschüsse und Fraktionen für die Annahme des Anliegens votierten und kein einziges Votum die Ablehnung empfahl, beschloss die Stadtverordnetenversammlung nur einen Prüfauftrag. Dabei sind Kosten, Lage und Sportstättenbedarf längst ausgiebig geklärt worden.   Aufgrund anhaltender Proteste gegen diesen Umgang mit dem Bürgerhaushalt lud der Oberbürgermeister Anfang Mai 2011 den SV Concordia Nowawes 06 zu einem Gespräch ein. Dabei wurde vereinbart, dass die Stadtverwaltung umgehend eine Bauvoranfrage zum Bau des Sportplatzes am Babelsberger Park einreicht, um die denkmalrechtlichen Probleme mit der Schlösserstiftung zu klären. OB Jann Jakobs sicherte zu, die finanziellen Mittel für den Bau des Rasenplatzes in den Haushaltsentwurf 2012 einzuplanen. Dennoch dauerte es bis 2014 bis die Ausschreibung abgeschlossen und die Haushaltsmittel zur Verfügung standen.

Seitdem verzögerte sich der Bau immer wieder durch unvermutete Bauschuttfunde auf der Fläche, neue Ausschreibungen oder organisatorische Abläufe in der Verwaltung. Derzeit warten wir, weil eine geschützte Vogelart in Ruhe brüten soll.

Langfristig wird der SV Concordia Nowawes 06 auf 12-15 Kinder- und Jugendmannschaften wachsen und benötigt zwei Großfeldplätze zur Sicherung des Trainings- und Spielbetriebs.